Japankäfer (Popillia japonica)

Der Japankäfer (Popillia japonica) ist ein eingeschleppter Schädling mit erheblichem Schadpotenzial für Landwirtschaft, Gartenbau und Grünflächen. Er ähnelt in Aussehen und Lebensweise stark dem einheimischen Gartenlaubkäfer, besitzt in Europa jedoch kaum natürliche Fressfeinde und kann sich deshalb rasch ausbreiten.

Die adulten Käfer ernähren sich von den Blättern von über 300 verschiedenen Bäumen, Sträuchern und Kulturpflanzen. Dabei bleibt häufig nur das Blattgerüst stehen. Die Larven leben im Boden und fressen bevorzugt Graswurzeln an feuchten oder regelmässig bewässerten Standorten wie Feuchtwiesen, Rasenflächen, Golfplätzen oder Sportrasen.

Nördlich der Alpen wurde der Japankäfer bisher erst in wenigen Gebieten nachgewiesen. Durch konsequentes Monitoring und gezielte Bekämpfung besteht derzeit noch die Hoffnung, eine weitere Ausbreitung und dauerhafte Ansiedlung zu verhindern.

Der Japankäfer wurde als prioritärer Quarantäneorganismus eingestuft. Dies bedeutet, dass eine Melde- und Bekämpfungspflicht besteht. Bei Verdacht sollte der kantonale Pflanzenschutzdienst informiert werden.

Schadwirkung

  • Die adulten Tiere versammeln sich oft in Gruppen auf den Nahrungspflanzen
  • Die befallenen Blätter werden bis auf die Blattadern abgefressen
  • Es werden auch Früchte angefressen 
  • Wurzelschäden: Der Wurzelfrass der Larven ist schwerer zu bemerken und zeigt sich oft erst in absterbenden Partien in Rasen oder Wiesen. 

Hier finden Sie eine Bestimmungshilfe verschiedener Bodenschädlinge.

Bodenschädlinge erkennen und bekämpfen

Unsere Strategie

Eine erfolgreiche Strategie gegen den Japankäfer kombiniert ein frühzeitiges Monitoring mit MaxCatch Japankäfer Fallen und die biologische Larvenbekämpfung mit Popinem Nematoden.

Japankäferfallen

MaxCatch ist eine neu entwickelte Japankäferfalle. Sie wurde in Feldversuchen im Tessin von Andermatt Biocontrol Suisse erprobt und optimiert. Dank der gelb‑grünen Farbkombination, des wirksamen Dual-Dispensers und des grossen Fangvolumens (bis zu 9 Liter) eignet sich die Falle sowohl für das Monitoring als auch für die Befallsreduktion. Die Fangsäcke lassen sich schnell und einfach austauschen, wodurch auch bei einer hohen Anzahl an Fallen effizient gearbeitet werden kann.
 

Für den Nachweis von Japankäfern ist die hoch effektive Falle Japankäfer Falle PLUS am besten geeignet. Ihr Dual Dispenser kombiniert zwei Lockstoffe für optimalen Fangerfolg. Eine Falle pro Anlage genügt.

Für ein intensives Monitoring in den Befallsgebieten kann die günstigere Falle Japankäfer Falle Eco verwendet werden mit bis zu 20 Fallen pro Hektare.

Die Fallen sind ausschliesslich für den Gebrauch innerhalb der Befallsgebiete in den Kantonen Tessin, Graubünden und Wallis vorgesehen. Die Gebietsüberwachung ausserhalb der Befallsgebiete wird durch die kantonalen Pflanzenschutzdienste durchgeführt.

Popinem Nematoden

Popinem wird auf bewässerten Flächen ab Anfang August bis Mitte September ausgebracht. Zusätzlich können die Nematoden auch im Frühjahr gegen das 3. Larvenstadium ausgebracht werden. Popinem wird mit viel Wasser in den Boden appliziert. Die Dosierung beträgt 1 Mio. pro Quadratmeter. Die Nematoden befallen die Larven der Japankäfer und töten sie. Gutes Einwässern und feucht halten des Bodens 2 bis 3 Wochen nach der Applikation stellt die Wirkung sicher.  

Es handelt sich dabei um eine biologische Bekämpfung, die andere Tiere nicht schädigt und bereits seit längerem erfolgreich zur Kontrolle anderer Insektenlarven eingesetzt wird. Kleinflächen können mit Meginem Pro behandelt werden. 

 

Nematodenversuch

Die Behandlung mit Popinem auf Basis von Heterorhabditis bacteriophora-Nematoden wurde 2024 in zwei Versuchen gegen Larven von Popillia japonica im Tessin getestet. Der Versuch in Lugano-Barbengo fand im Frühjahr statt; bei einer geschätzten Larvendichte von etwa 100 Larven/m² wurden danach durchschnittlich 11,5 adulte Insekten in den Kontrollfallen und 4,5 in den behandelten Fallen erfasst. Daraus ergab sich für die Frühjahrsbehandlung eine Wirksamkeit von 60 % gegenüber der unbehandelten Fläche. Der Versuch in Mendrisio fand im Sommer statt und wurde einen Monat später beurteilt: In der Kontrollfläche lagen durchschnittlich 1,7 Larven vor, maximal 6, während in der behandelten Fläche keine Larven gefunden wurden.


Diese Erkenntnisse werden durch die Ergebnisse des EU-Projekts IPM-POPILLIA gestützt. In mehrjährigen Feldversuchen erzielten entomopathogene Nematoden Wirkungsgrade von bis zu 92 % gegen die Larven des Japankäfers und konnten über längere Zeit im Boden überleben. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Reduktion der Larvenpopulation.
Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass entomopathogene Nematoden eine wirksame und umweltfreundliche Lösung zur biologischen Bekämpfung des Japankäfers darstellen.

 

zum detaillierten Versuchsbericht

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Passende Produkte

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MaxCatch Japankäfer Falle in Weide (Set) | © Andermatt Biocontrol Suisse AG

MaxCatch Japankäfer Falle

Selektives Monitoring des Japankäfers mit sehr hoher Fängigkeit und Fallenkapazität zur Befallsreduktion und Überwachung.
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Japankäferfalle PLUS

Japankäfer Falle PLUS

Lockstofffalle zur Befallsüberwachung des Japankäfers (Popillia japonica, coleottero del Giappone).
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Japankäferfalle ECO

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Lockstofffalle zur Befallsüberwachung des Japankäfers (Popillia japonica, coleottero del Giappone).
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Japankäferlarve | © Forschungsgruppe Phytomedizin, ZHAW, Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen

Popinem Nematoden

Nematoden zur biologischen Bekämpfung von Japankäfer- und Gartenlaubkäferlarven.
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Meginem Pro Nematoden

Nematoden zur biologischen Bekämpfung von Dickmaulrüssler- und Gartenlaubkäferlarven.
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Kulturschutznetz gegen Drosophila suzukii und grössere Schädlinge.

Prävention

  • Verzicht auf Bewässerung von Wiesen und Rasen während der Flugzeit der adulten Japankäfer (Juni bis September)
  • Höhere Schnitthöhe des Grases
  • Bodenbearbeitung im Herbst

Sensible Kulturen können eingenetzt werden, um den Einflug erwachsener Käfer zu verhindern.

Kulturschutznetze

Genauere Beschreibung/Lebenszyklus

Japankäfer in Abwehrhaltung

Gartenlaubkäfer

Adulter Japankäfer

  • Metallisch grüner Halsschild 
  • Klar abgegrenzte weisse Haarbüschel am Hinterleib
  • Knapp 1 cm Körperlänge
  • Typisches Verhalten bei Störung: verharrt bewegungslos mit abgespreizten Beinen 

Larven

Auch die Engerlinge des Japankäfers ähneln den Engerlingen von einheimischen Käferarten. Auf unserer Seite Bodenschädlinge finden Sie eine Bestimmungshilfe mit Bildern von Käfern und Engerlingen von verschiedenen Arten zum Vergleich. 

Lebenszyklus des Japankäfers

  • Käfer fliegen zwischen Mai und September aus und paaren sich
  • Die Weibchen legen um die 50 Eier in feuchten Wiesen
  • Nach rund 2 Wochen schlüpfen die Larven
  • Larven fressen nahe der Oberfläche an Wurzeln
  • Überwinterung in tieferen Bodenschichten
  • Weitere Fressphase im Frühling
  • Verpuppung
  • In der Schweiz normalerweise eine Käfergeneration pro Jahr

Weiterführende Quellen

FAQ

Warum ist der Japankäfer gefährlich für Garten und Landwirtschaft?
Der Japankäfer ist ein invasiver Schädling mit einem sehr breiten Wirtspflanzenspektrum. Die erwachsenen Käfer fressen an Blättern, Blüten und Früchten und verursachen grosse Ernteverluste. Die Larven leben im Boden und schädigen Wurzeln von Rasen und Kulturpflanzen. In der Schweiz besteht zudem eine Melde- und Bekämpfungspflicht.

Beratungsteam

Scarabeo giapponese (Popilia japonica)

Lo scarabeo giapponese (Popillia japonica) è un organismo nocivo introdotto con un elevato potenziale di danno per l'agricoltura, l'orticoltura e le aree verdi. Per aspetto e ciclo biologico assomiglia molto al maggiolino orticolo (Phyllopertha horticola), ma in Europa dispone di pochi nemici naturali e può quindi diffondersi rapidamente.

Gli adulti si nutrono delle foglie di oltre 300 specie di alberi, arbusti e piante coltivate, lasciando spesso intatte soltanto le nervature fogliari. Le larve vivono nel terreno e si nutrono principalmente delle radici delle graminacee in aree umide o regolarmente irrigate, come prati umidi, tappeti erbosi, campi da golf e impianti sportivi.

A nord delle Alpi lo scarabeo giapponese è stato finora rilevato solo in poche aree. Grazie a un monitoraggio sistematico e a misure di controllo mirate, vi è ancora la possibilità di limitarne l'ulteriore diffusione e impedirne l'insediamento stabile.

Scheda informativa da scaricare e stampare:

Scaricala qui

Lo scarabeo giapponese è classificato come organismo da quarantena prioritario. Ciò significa che è soggetto all'obbligo di segnalazione e di lotta. In caso di sospetto è necessario informare il Servizio fitosanitario cantonale.

  • Effetti dannosi

  • Gli adulti si radunano spesso in gruppi sulle piante ospiti.
  • Le foglie vengono rosicchiate fino a lasciare soltanto le nervature.
  • Anche i frutti vengono attaccati.
  • Danni alle radici: i danni causati dalle larve che si nutrono delle radici sono più difficili da individuare e si manifestano spesso con aree morte nei prati o nei tappeti erbosi.

Qui trovate una guida per l'identificazione dei principali insetti terricoli: Riconoscere e combattere gli insetti terricoli

Tedesco  Francese

La nostra strategia

Una strategia efficace contro lo scarabeo giapponese combina un monitoraggio precoce con le trappole MaxCatch per lo scarabeo giapponese e la lotta biologica delle larve con i nematodi Popinem.

Trappole per lo scarabeo giapponese

La MaxCatch Trappola per lo scarabeo giapponese è una trappola di nuova concezione sviluppata per il monitoraggio e la riduzione delle infestazioni. È stata testata e ottimizzata da Andermatt Biocontrol Suisse in prove di campo svolte in Ticino. Grazie alla combinazione di colori giallo-verde, all'efficace Dual Dispenser e all'elevata capacità di cattura (fino a 9 litri), è ideale sia per il monitoraggio sia per la riduzione della popolazione. I sacchi di raccolta possono essere sostituiti rapidamente e facilmente, consentendo un lavoro efficiente anche con un numero elevato di trappole.

Per il monitoraggio dello scarabeo giapponese è particolarmente indicata la Trappola per lo scarabeo giapponese PLUS, altamente efficace e con u' ottimo design. Il suo Dual Dispenser combina due attrattivi per garantire un successo di cattura ottimale. È sufficiente una trappola per impianto.

Per un monitoraggio intensivo nelle aree infestate può essere utilizzata la più economica Trappola per lo scarabeo giapponese Eco, con fino a 20 trappole per ettaro. Il difetto princiaple è la capienza del sacchetto (2 lt) che implica piu' passaggi per svuotare.

Le trappole sono destinate esclusivamente all'impiego nelle aree infestate dei Cantoni Ticino, Grigioni e Vallese. Il monitoraggio del territorio al di fuori delle aree infestate è svolto dai Servizi fitosanitari cantonali.

Popinem nematodi

Popinem viene applicato sulle superfici irrigate da inizio agosto a metà settembre. Inoltre, i nematodi possono essere distribuiti anche in primavera contro le larve di terzo stadio.

Il prodotto viene applicato al terreno con abbondante acqua. La dose consigliata è di 1 milione di nematodi per metro quadrato. I nematodi penetrano nelle larve dello scarabeo giapponese e le eliminano. Un'abbondante irrigazione e il mantenimento del terreno umido per almeno 2–3 settimane dopo l'applicazione garantiscono l'efficacia del trattamento.

Si tratta di un metodo di lotta biologica che non danneggia altri animali ed è impiegato con successo da molti anni per il controllo di diverse larve di insetti.

Le piccole superfici possono essere trattate con Meginem Pro.

Prova con nematodi entomopatogeni
 

Il trattamento con Popinem, a base di nematodi Heterorhabditis bacteriophora, è stato testato nel 2024 in due prove condotte in Ticino contro le larve di Popillia japonica. La prova di Lugano-Barbengo è stata effettuata in primavera; con una densità stimata di circa 100 larve/m² sono stati successivamente rilevati in media 11,5 adulti nelle trappole di controllo e 4,5 nelle trappole dell’area trattata. L’efficacia del trattamento primaverile è risultata pari al 60 % rispetto alla superficie non trattata.

La prova di Mendrisio è stata effettuata in estate ed è stata valutata un mese più tardi. Nell’area di controllo sono state osservate in media 1,7 larve, con un massimo di 6, mentre nell’area trattata non è stata trovata alcuna larva.

Questi risultati sono confermati dalle evidenze del progetto europeo IPM-POPILLIA. In prove di campo pluriennali, i nematodi entomopatogeni hanno raggiunto livelli di efficacia fino al 92 % contro le larve dello scarabeo giapponese e hanno dimostrato una buona capacità di persistere nel terreno. Essi contribuiscono quindi in modo significativo alla riduzione sostenibile della popolazione larvale.

I risultati disponibili dimostrano che i nematodi entomopatogeni rappresentano una soluzione efficace ed ecocompatibile per il controllo biologico dello scarabeo giapponese.

 

Vai al rapporto di prova dettagliato

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BiocontrolNet

Die Kulturschutznetze BiocontrolNet verhindern das Einfliegen von Schadinsekten in verschiedene Kulturen. Nutzungsdauer 6 - 8 Jahre, sehr widerstandsfähig.
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Filbio Drosophila

Kulturschutznetz gegen Drosophila suzukii und grössere Schädlinge.

Prevenzione

  • Evitare o limitare l'irrigazione di prati e tappeti erbosi durante il periodo di volo degli adulti (da giugno a settembre).
  • Mantenere un'altezza di taglio dell'erba più elevata.
  • Effettuare lavorazioni del terreno in autunno.

Le colture sensibili possono essere protette con reti di protezione per impedire l'ingresso degli adulti.

Reti di protezione per colture

Descrizione dettagliata / Ciclo biologico

Scarabeo giapponese

Maggiolino orticolo

Adulto

  • Torace di colore verde metallizzato.
  • Ciuffi di peli bianchi ben definiti sull'addome.
  • Lunghezza del corpo di poco inferiore a 1 cm.
  • Comportamento tipico quando viene disturbato: rimane immobile con le zampe divaricate. 

Larve

Anche le larve dello scarabeo giapponese sono molto simili a quelle di altre specie autoctone di coleotteri. Nella nostra pagina dedicata agli insetti terricoli trovate una guida illustrata per confrontare adulti e larve delle diverse specie.

Ciclo biologico dello scarabeo giappone

  • Gli adulti sfarfallano tra maggio e settembre e si accoppiano.
  • Le femmine depongono circa 50 uova nei prati umidi.
  • Dopo circa 2 settimane schiudono le larve.
  • Le larve si nutrono delle radici vicino alla superficie del terreno.
  • Svernano negli strati più profondi del terreno.
  • In primavera riprendono a nutrirsi.
  • Si impupano.
  • In Svizzera si sviluppa normalmente una generazione all'anno.

Fonti di approfondimento

FAQ

Perché lo scarabeo giapponese è pericoloso per il giardino e l'agricoltura?
Lo scarabeo giapponese è un organismo nocivo invasivo con un ampio spettro di piante ospiti. Gli adulti si nutrono di foglie, fiori e frutti, causando ingenti perdite produttive. Le larve vivono nel terreno e danneggiano le radici di tappeti erbosi e colture. In Svizzera è inoltre soggetto all'obbligo di segnalazione e di lotta.

Team di consulenza