Textilmotten

Produkte für den privaten Gebrauch sind bei Andermatt Biogarten erhältlich.

Kleidermotten (Tineola bisselliella) können sich rasch zu einem ernsthaften Problem entwickeln. Die kleinen, lautlosen Schädlinge nisten sich bevorzugt in wertvollen Textilien aus natürlichen Fasern wie Wolle, Seide oder Filz ein und können dort erhebliche Schäden verursachen. Auch Teppiche, Polstermöbel, Bilder oder andere Gegenstände mit natürlichen Materialien können befallen werden. Die Larven ernähren sich vom Keratin, das in Wolle, Haaren und Federn vorkommt.

Die ersten Anzeichen eines Befalls sind fliegende Motten oder seltsame, längliche Gespinste auf den Textilien. In fortgeschrittenen Stadien entdecken Sie in diesen möglicherweise bereits Löcher.

Die Tiere zählen zur Gruppe der Nachtfalter und erreichen eine Körperlänge von bis zu 7 mm sowie eine Flügelspannweite von etwa 15 mm.

Erkennen lassen sie sich vor allem an ihrer charakteristischen strohgelben Färbung. Die genaue Farbnuance der Flügel kann jedoch je nach Nahrung leicht variieren. Da die Flügel keine Flecken oder sonstigen Zeichnungen aufweisen, lassen sich die Schädlinge dennoch gut von anderen Mottenarten unterscheiden.

Wie für Nachtfalter typisch, sind sie überwiegend in den Abend- und Nachtstunden aktiv. Tagsüber ziehen sie sich in dunkle Verstecke zurück und meiden das Licht. Anders als viele andere Mottenarten werden sie deshalb nicht von Lampen oder ähnlichen Lichtquellen angezogen.

Schadwirkung

Löcher in Textilien von einer Textilmotte

Zu den häufigsten Schäden, die von Kleidermotten Larven verursacht werden, gehören Löcher in Textilien. Diese sind jedoch nicht zwangsläufig ein eindeutiges Anzeichen für einen Befall. Die Larven können auch lediglich den Flor von Teppichen oder anderen Textilien oberflächlich abfressen.

Die Schäden sind dadurch oftmals nicht sofort sichtbar, beeinträchtigen das Material jedoch dennoch. Um grössere Schäden zu vermeiden, sollte bei einem Befall möglichst rasch gehandelt und eine gezielte Bekämpfung eingeleitet werden.

Strategie bei Befall

Um Kleidermotten bekämpfen zu können, müssen die Schädlinge zuerst einwandfrei identifiziert werden. Danach können die passenden Schlupfwespen für eine effektive und nachhaltige Bekämpfung eingesetzt werden. 

Textilmotten können effizient und nachhaltig mit BaryControl, den Schlupfwespen Baryscapus tineivorus, bekämpft werden. Die Schlupfwespen fliegen umher und suchen nach den Larven der Textilmotten. Sobald sie diese aufgespürt haben, parasitieren sie die Schädlinge, wodurch der Frass sofort gestoppt wird. Aus den Mottenlarven schlüpfen neue Schlupfwespen, die ihrerseits weitere Mottenlarven suchen und parasitieren.

Einsatz BaryControl

  • Für den Einsatz der Nützlinge ist eine Mindesttemperatur von 16 °C erforderlich
  • Ausbringung von BaryControl einmal pro Monat
  • Bei Befall wird eine Bekämpfung von mindesten drei Monaten empfohlen
  • Die BaryControl sollen möglichst nahe am Befallort ausgebracht werden
  • Aufwandmenge: 1 Röhrchen à 30 Schlupfwespem pro 10 m2

Passende Produkte

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Baryscapus tineivorus

BaryControl

Schlupfwespe zur Bekämpfung der Larven von Textilmotten
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Adulte Trichogramma evanescens | © Markus Zueger

TrichoControl

Trichogramma-Schlupfwespen zur biologischen Bekämpfung der Eier von Schadmotten.
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Adulte Plodia interpunctuella auf Gebäck | © Andermatt Biocontrol Suisse AG

Mottenfalle Combi

Leimfalle mit Multilockstoff für das Monitoring von Schadmotten.

Prävention

Ein präventiver Einsatz von BaryControl kann in Objekten mit regelmässigem Befall zu einer optimalen Lösung in der Bekämpfung der Textilmotten führen. In diesen Fällen suchen und parasitieren die Schlupfwespen die Larven sofort bei einem Befall. Der Aufbau einer grossen Schadpopulation kann somit verhindert werden. 

Einsatz BaryControl

  • Ausbringung einmal pro Monat
  • Angepasste Aufwandmenge

Genaue Beschreibung / Lebenszyklus

Kleidermotten Larven, auch Raupen genannt, schlüpfen aus den gelegten Eiern und sind gelblichweiss gefärbt. Ihr Kopf ist gelbbraun und weist zum Körper hin einen dunklen Rand auf.

Mit einer Länge von etwa 1 mm sind die Larven nicht gerade sehr gross und können leicht übersehen werden. Bei Zimmertemperatur und genügend Nahrung wachsen sie in maximal 10 Monaten auf eine Grösse von 1 cm heran.

Während dieser Entwicklungszeit ernähren sie sich von Keratin, einem Eiweiss, das in Wolle, Haaren und Federn reichlich vorkommt. Genau dieses Fressverhalten verursacht die typischen Schäden an Kleidung, Teppichen und anderen Textilien.

Kleidermotten haben nur eine kurze Lebensdauer. Ihre Lebenserwartung beträgt lediglich etwa 16 bis 18 Tage. In dieser Zeit verfolgen die erwachsenen Falter vor allem ein Ziel: die Fortpflanzung. Nach der erfolgreichen Paarung legen die Weibchen rund 0,5 mm kleine, weisse Eier ab. Im Laufe ihres Lebens können sie bis zu 250 Eier produzieren.

Aus diesen Eiern schlüpfen nach ungefähr zwei Wochen ihre Nachkommen, die Larven. Nach ihrer Entwicklungsphase verpuppen sie sich und verwandeln sich schliesslich in erwachsene Kleidermotten. Je nach Umgebungsbedingungen dauert dieser Entwicklungszyklus zwischen 60 Tagen und mehreren Monaten. Danach beginnt der Kreislauf von Neuem.

Unter günstigen Bedingungen kann dieser Zyklus sogar vier Mal im Jahr stattfinden. Solche Bedingungen finden die Schädlinge vor allem in warmen Innenräumen vor. Dadurch können sie das ganze Jahr über aktiv sein und sich kontinuierlich vermehren. Um einen Befall dauerhaft zu verhindern, ist daher eine gezielte Bekämpfung erforderlich.

In der Natur hingegen beschränkt sich die Flugzeit der Falter meist auf die Monate Mai bis September. Während der übrigen Monate sind die Temperaturen in der Regel zu niedrig, um eine optimale Entwicklung der Motten zu ermöglichen.

FAQ

Warum haben Sie diese Motten überhaupt in Ihrem Zuhause? 
In unseren Wohnräumen finden Kleidermotten ideale Bedingungen vor: warme, dunkle Ecken und reichlich Nahrungsquellen. Der Schaden, den sie anrichten, reicht von unansehnlichen Löchern in Polstern bis hin zu irreparablen Schäden an Kleidung. Daher ist es wichtig, einen Befall frühzeitig zu erkennen und gezielt zu bekämpfen.

Beratungsteam