Die Baumwollkapseleule (Helicoverpa armigera) ist ein wärmeliebender Wanderfalter mit einem breiten Wirtspflanzenspektrum und einem hohen Schadpotenzial. Die Art tritt seit einigen Jahren auch in der Schweiz vermehrt auf und befällt über 200 Kultur- und Wildpflanzen.
Die Falter legen ihre Eier bevorzugt an Blüten, Knospen oder jungen Früchten ab. Nach dem Schlüpfen fressen die Larven zunächst an Blättern und Blüten, bevor sie sich in Früchte, Kolben oder Hülsen bohren. Dadurch entstehen direkte Frassschäden, Ertragsverluste und Eintrittsstellen für Krankheitserreger.
Aufgrund zunehmend wärmerer Sommer wird die Baumwollkapseleule in der Schweiz häufiger nachgewiesen. Eine gezielte Bekämpfung der jungen Larven sind entscheidend, um Schäden wirksam zu begrenzen. Mit Helicovex können die Larven biologisch und gezielt bekämpft werden.
Helicovex während der Blüte der Kultur einsetzen (Ausnahme siehe unten), um die Larven effizient und nützlingsschonend zu bekämpfen.
Die Baumwollkapseleule bevorzugt blühende Pflanzen. Ein wirksamer Schutz während der Blüte ist daher entscheidend. Setzen Sie Helicovex kulturübergreifend während der Blüte ein. Beachten Sie dabei folgende Ausnahmen:
Helicovex muss über Frass aufgenommen werden.
Feldkulturen: 200 ml/ha Helicovex mit 400 – 600 l/ha Wasser
Gewächshauskulturen: 200 ml/ha Helicovex mit 1000 – 2000 l/ha Wasser
Intervall: Alle 7 – 8 Tage, ab der Blüte der Kultur (während des Blütestadiums)
Zeitpunkt: Unmittelbar vor und während der Schlüpfperiode der Larven (i. d. R. während der Blüte)
Wichtige Punkte
Adulte: Baumwollkapseleule
Larven: Baumwollkapselwurm
Die Baumwollkapseleule überwintert in Nordafrika oder im Mittelmeerraum bis südlich der Alpen und wandert jedes Jahr auf Neue bei uns ein. Die Wanderfalter können eine Strecke von bis zu 1000 km pro Jahr zurücklegen.
Die ersten eingewanderten Falter findet man ca. ab Juli, die meisten Falter treten im August und Anfangs September auf. In der Schweiz bringen sie eine neue Generation hervor.
Die Weibchen sind sehr fruchtbar und können 1000 – 3000 Eier legen. Der Grossteil der adulten Falter fliegt im Herbst wieder in den Süden. Im Freiland können die Larven dieser tropischen Art bei unseren Winterbedingungen nicht überwintern und sterben (Mindesttemperatur Entwicklung der Larven 11° C).