Japankäfer
Popillia japonica 

  • Gleicht in Aussehen und Lebensweise dem einheimischen Gartenlaubkäfer
  • Ernährt sich von den Blättern 300 verschiedener Bäume und Sträucher
  • Die Larve frisst bevorzugt Graswurzeln in feuchten oder dauerbewässerten Standorten (Feuchtwiesen, Kunstrasen wie Golfplätze und Sportrasen)
  • Eingeschleppte Art, keine natürlichen Fressfeinde
  • Enormes Schadpotential für die Landwirtschaft

Bislang wurden nördlich der Alpen erst in wenigen Gebieten Käfer gefangen und es besteht die Hoffnung, eine Ansiedlung im Moment noch verhindern zu können.


Der Japankäfer wurde als prioritärer Quarantäneorganismus eingestuft. Dies bedeutet, dass eine Melde- und Bekämpfungspflicht besteht.
Bei Verdacht sollte der
kantonale Pflanzenschutzdienst informiert werden.

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Schadwirkung

  • Die Adulten Tiere versammeln sich oft in Gruppen auf den Nahrungspflanzen
  • Die befallenen Blätter werden bis auf die Blattadern abgefressen
  • Es werden auch Früchte angefressen 
  • Der Schaden durch den Wurzelfrass der Larven ist schwerer zu bemerken und zeigt sich oft erst in absterbenden Partien in Rasen oder Wiesen. 

Hier finden Sie eine Bestimmungshilfe verschiedener Bodenschädlinge.


Bodenschädlinge erkennen und bekämpfen 

Massnahmen

Prävention

  • Verzicht auf Bewässerung von Wiesen und Rasen während der Flugzeit der Adulten Japankäfer (Juni – September)
  • Höhere Schnitthöhe des Grases
  •  Bodenbearbeitung im Herbst

Sensible Kulturen können eingenetzt werden, um den Einflug erwachsener Käfer zu verhindern.


Kulturschutznetze


In der Schweiz werden durch die Kantone Monitorings mit Pheromonfallen durchgeführt. Dies vor allem im Tessin, wo bereits eine etablierte Population besteht. Für Privatanwender ist der Einsatz von Fallen nur in der roten Befallszone erlaubt. Ein Einsatz der Fallen ausserhalb der roten Zone ist nicht zulässig, da der Duft der Pheromone die Käfer so auch in bisher nicht befallene Gebiete lockt. 

Maschinen und Fahrzeuge aus befallenen Gebieten müssen gründlich gereinigt werden, um eine Verschleppung zu verhindern. Pflanzenreste und Erde, vor allem von Wiesen und Rasen, können ebenfalls Larven oder Eier enthalten. 

Bekämpfung

Fallen: Sollte in einem bisher nicht befallenen Gebiet ein Japankäfer gefunden werden, stellt der Pflanzenschutzdienst Pheromonfallen auf für den Massenfang. Bei sehr kleinen Populationen oder einzelnen eingeschleppten Individuen sollte es damit noch möglich sein, die Population zu eliminieren. Sind einmal Larven in einem Gebiet vorhanden wird eine Tilgung sehr viel schwieriger.


Pheromonfalle Japankäfer 

       

Insektizide: Als Reaktion auf die vermehrte Ausbreitung des Japankäfers in der Schweiz wurde eine Notfallzulassung für den Einsatz insektenpathogener Nematoden erteilt. Die Nematoden können ca. 2 Wochen nach den ersten Fallenfängen von Adulten Käfern eingesetzt werden. Die Nematoden werden mit Wasser in den Boden gegeben, befallen die Larven der Japankäfer und töten sie. Es handelt sich dabei um eine biologische Bekämpfung, die andere Tiere nicht schädigt und bereits seit längerem erfolgreich zur Kontrolle anderer Insektenlarven eingesetzt wird. 


Meginem Pro Nematoden

Genauere Beschreibung des Japankäfers

Japankäfer

Gartenlaubkäfer

Adulter Japankäfer ††

  • Metallisch grüner Halsschild 
  • Klar abgegrenzte weisse Haarbüschel am Hinterleib
  • Knapp 1cm Körperlänge
  • Typisches Verhalten bei Störung: verharrt bewegungslos mit abgespreizten Beinen 

Larven

Auch die Engerlinge des Japankäfers ähneln den Engerlingen von einheimischen Käferarten. Auf unserer Seite Bodenschädlinge finden Sie eine Bestimmungshilfe mit Bildern von Käfern und Engerlingen von verschiedenen Arten zum Vergleich. 

Lebenszyklus des Japankäfers

  • Käfer fliegen zwischen Mai und September aus und paaren sich
  • Die Weibchen legen um die 50 Eier in feuchten Wiesen
  • Nach rund 2 Wochen schlüpfen die Larven
  • Larven fressen nahe der Oberfläche an Wurzeln
  • Überwinterung in tieferen Bodenschichten
  • Weitere Fressphase im Frühling
  • Verpuppung
  • In der Schweiz normalerweise eine Käfergeneration pro Jahr